{"id":8,"date":"2025-11-17T18:48:47","date_gmt":"2025-11-17T18:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/propstat.org\/de\/?p=8"},"modified":"2025-11-17T19:14:21","modified_gmt":"2025-11-17T19:14:21","slug":"der-wohnungsmarkt-in-deutschland-waechst-aber-haelt-nicht-mit-der-nachfrage-schritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/propstat.org\/de\/uncategorized\/der-wohnungsmarkt-in-deutschland-waechst-aber-haelt-nicht-mit-der-nachfrage-schritt\/","title":{"rendered":"Der Wohnungsmarkt in Deutschland w\u00e4chst, aber h\u00e4lt nicht mit der Nachfrage schritt"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum Ende des Jahres 2024 gab es in Deutschland rund <strong>43,8 Millionen Wohnungen<\/strong>. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entspricht das einem Zuwachs von <strong>0,5 %<\/strong> oder <strong>238.500 Wohnungen<\/strong> gegen\u00fcber Ende 2023. Im Zehnjahresvergleich zu 2014 nahm der Wohnungsbestand um <strong>6,1 %<\/strong> beziehungsweise <strong>2,5 Millionen Wohnungen<\/strong> zu. Die gesamte Wohnfl\u00e4che vergr\u00f6\u00dferte sich im selben Zeitraum um <strong>9,1 %<\/strong> auf <strong>4,1 Milliarden Quadratmeter<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Deutschlandweit 23,5 Millionen Wohnungen in 3,5 Millionen Mehrfamilienh\u00e4usern<\/h2>\n\n\n\n<p>Von den insgesamt 43,8 Millionen Wohnungen Ende 2024 befanden sich rund 42,9 Millionen oder 98,0 % in Wohngeb\u00e4uden. Mehr als die H\u00e4lfte davon (54,8 %, also 23,5 Millionen Wohnungen) lag in Mehrfamilienh\u00e4usern. Durchschnittlich bestand damit jedes der bundesweit 3,5 Millionen Mehrfamilienh\u00e4user aus 6,7 Wohnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 13,5 Millionen Einfamilienh\u00e4user stellten 31,4 % der Wohnungen in Wohngeb\u00e4uden. 2,7 Millionen Zweifamilienh\u00e4user enthielten zusammen 5,5 Millionen Wohnungen (12,8 %). Weitere 0,4 Millionen Wohnungen (1,0 %) befanden sich in Wohnheimen, etwa f\u00fcr Studierende, Gefl\u00fcchtete oder Wohnungslose.<\/p>\n\n\n\n<p>In Nichtwohngeb\u00e4uden waren rund 890.000 Wohnungen untergebracht, also 2,0 % aller Wohnungen. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulen oder Wohnungen \u00fcber Gesch\u00e4ftsfl\u00e4chen in Innenst\u00e4dten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gesamtwohnfl\u00e4che und Wohnfl\u00e4che pro Kopf zeigen langfristige Trends<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung der gesamten Wohnfl\u00e4che und der daraus errechneten durchschnittlichen Wohnfl\u00e4che pro Person zeigt langfristige Trends im deutschen Wohnungsmarkt. Beide Kennzahlen spiegeln die Struktur des potenziell verf\u00fcgbaren Wohnraums wider, geben allerdings keinen Aufschluss dar\u00fcber, wie dieser genutzt oder verteilt wird \u2013 etwa zwischen Familien, Paaren oder Alleinlebenden oder nach Merkmalen wie Alter oder Geschlecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch macht die Gesamtwohnfl\u00e4che keine Aussagen \u00fcber Leerst\u00e4nde. Die Wohnfl\u00e4che pro Kopf ist zudem eine theoretische Gr\u00f6\u00dfe, da sie voraussetzt, dass der gesamte Wohnraum bewohnt ist. Trotzdem sind beide Indikatoren wichtig, da sie langfristige strukturelle Vergleiche erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Durchschnittswohnung Ende 2024 um 2,5 Quadratmeter gr\u00f6\u00dfer als 2014<\/h2>\n\n\n\n<p>Zwischen 2014 und 2024 stieg die gesamte Wohnfl\u00e4che um 9,1 % \u2013 st\u00e4rker als die Anzahl der Wohnungen (+6,1 %). Dadurch wurden Wohnungen im Durchschnitt gr\u00f6\u00dfer: Ende 2024 lag die durchschnittliche Wohnfl\u00e4che je Wohnung bei 94,0 Quadratmetern, die Wohnfl\u00e4che pro Kopf bei 49,2 Quadratmetern.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2014 ist damit die Wohnfl\u00e4che je Wohnung um 2,5 Quadratmeter (+2,8 %) und die Wohnfl\u00e4che pro Kopf um 2,7 Quadratmeter (+5,8 %) gestiegen. Da der Wohnungsbestand st\u00e4rker gewachsen ist als die Bev\u00f6lkerung, sank gleichzeitig die durchschnittliche Zahl der Personen pro Wohnung leicht: Ende 2024 waren es gut 1,9 Personen, 2014 knapp 2,0 Personen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wohnraum in Deutschland wird immer weniger bezahlbar<\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz wachsender Gesamtwohnfl\u00e4che leben immer mehr Menschen in Deutschland auf engem Raum:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Anders als im EU-Durchschnitt stieg der Anteil der Menschen in \u00fcberbelegten Wohnungen von 7,8 % (2019) auf 11,5 % (2024).<\/li>\n\n\n\n<li>Im EU-Durchschnitt sank dieser Anteil im selben Zeitraum von 28,3 % auf 23,9 %.<\/li>\n\n\n\n<li>Besonders in Ballungsgebieten bleibt die Wohnraumsituation angespannt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ob es Deutschland langfristig gelingt, in stark nachgefragten Regionen neuen Wohnraum zu schaffen oder die Infrastruktur so auszubauen, dass Vororte attraktiver und besser angebunden werden, bleibt abzuwarten. Nur dann k\u00f6nnte der Druck auf die St\u00e4dte sp\u00fcrbar sinken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Ende des Jahres 2024 gab es in Deutschland rund 43,8 Millionen Wohnungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entspricht das einem Zuwachs von 0,5 % oder 238.500 Wohnungen gegen\u00fcber Ende 2023. Im Zehnjahresvergleich zu 2014 nahm der Wohnungsbestand um 6,1 % beziehungsweise 2,5 Millionen Wohnungen zu. Die gesamte Wohnfl\u00e4che vergr\u00f6\u00dferte sich im selben Zeitraum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[4,6,5],"class_list":["post-8","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","tag-deutschland","tag-europa","tag-wohnraum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9,"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8\/revisions\/9"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/propstat.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}